Frankfurt: Investoren suchen Vertrauen
Shownotes
Spitzenmieten mit einer Sieben vor dem Komma, stagnierende Großtransaktionen und ein Bahnhof als Risiko: Frankfurt polarisiert. Dirk Labusch trinkt seine L’Immo mit Anja Peter, Helaba, Fabian Klingler, abrdn Investment Deutschland, Reimund Kaleve, Nassauische Heimstätte und Ansgar Roese, Wirtschaftsförderung Frankfurt.
Frankfurt strahlt nach oben, kämpft aber in der Breite. Auf dem Büromarkt werden in guten Lagen Rekordmieten erzielt, Randlagen haben aber mit Leerstand zu kämpfen und der Wohnungsbau stockt. So driftet der Immobilienmarkt auseinander. Zwar bekennen sich Siemens und Sanofi zum Standort – trotzdem zögert das Kapital. Außerdem: Frankfurt hat die höchste Wirtschaftskraft Deutschlands pro Kopf – und dennoch kein reales Wachstum seit zehn Jahren. Dazu kommen Probleme, die schon als gelöst galten, jetzt aber wieder aufploppen, wie der unattraktive Hauptbahnhof. Es bleibt also spannend – das zeigt die lebhafte Diskussion.
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Transkript anzeigen
00:00:00: Hallo, liebe Limo-Fans.
00:00:01: Es ist tatsächlich unsere zehnte Frankfurtrunde zu der ich euch und sie ganz herzlich begrüße.
00:00:09: Fünfmal haben wir daraus schon eine Limo gemacht.
00:00:12: Das ist ein Jubiläum.
00:00:13: Wie geht es der Metropole in diesem Jahr?
00:00:16: In einem ja wirtschaftlicher Krise?
00:00:18: Ja, es gibt Kritik an der Stadt.
00:00:20: das Forschungsinstitut Empirica hat von einer jahrelangen stagnation zumindest mal im Wohnungsbereich gesprochen Aber die Mühlen malen halt langsam und der Stadtteil der Quartiere, wie er jetzt in Nordwesten geplant ist, entsteht nicht über Nacht.
00:00:35: Also Die Sicht auf Frankfurt, zwanzig sechsundzwanzig mit dabei Anja Peter Hellerbar Fabian Klingler Aberdien Investments Deutschland Raimund Kalewe Nassauische Heimstätte Und Ansgar Röse Wirtschaftsförderung Frankfurt.
00:00:50: an Ihnen gleich die erste Frage Herr Rösel.
00:00:54: Sie haben als Wirtschaftsförderer den Helikopterblick auf die Stadt.
00:00:57: Wie geht es denn ganz allgemein dem Gewerbeimmobilienmarkt?
00:01:01: Ja, also ich glaube man muss es durchaus differenzieren.
00:01:05: Es gibt Licht, es gibt Schatten.
00:01:07: wir haben das letzte Jahr was das Thema Gewerber angeht eigentlich wieder sehr gut abgeschlossen mit einer Vermietungszahl von über Quadratmetern.
00:01:18: Das ist nach dem Zweiten Mal das Ergänzungs- und den Zweiten nicht ganz reingekommen, das ist erst mal eine sehr positive
00:01:26: Nachricht.".
00:01:26: Aber
00:01:27: der Büromarkt schwächelt!
00:01:29: Natürlich schauen sich die Unternehmen gerade an, wie stellen sie sich zukünftig auf?
00:01:33: Thema Homeoffice ist ein Thema.
00:01:35: Viele Unternehmen versuchen auch auf dieses Thema Home Office zu reagieren insofern dass Sie sagen gebrauchten neue moderne attraktive Büroflächen das heißt diese sechshundert tausend Quadratmeter Vermietungsleistung sind überwiegend aus dem Bestand der Unternehmen auch bespielt wurden.
00:01:51: nichtsdestotrotz erstellen wir halt fest dass einfach auch neue Flächen extrem gut nachgefragt sind.
00:01:56: was
00:01:56: sagen die Mietpreise dazu Die
00:01:58: Mieten für Büros im gewerblichen Steigen.
00:02:01: Wir erreichen inzwischen mieten, wo wir im letzten Jahr im Traum noch nicht dran gedacht hätten dass wir da kommen die fangen mit einer ja mit einer sieben an an der Stelle und das sind natürlich Zahlen wo man sich fragt mit den Herausforderungen usw.
00:02:16: Wie passt das zusammen?
00:02:17: Also insofern gibt es eine doch durchaus gesunde Nachfrage.
00:02:20: Wir haben einige Bruchhochhäuser entstehen Wir haben aber auch Refurbishments, die bereits vor der Fertigstellung teilweise voll vermietet sind.
00:02:31: Das sind sehr positive Entwicklungen wenn wir das wirklich klassische Gewerbe anschauen so ein bisschen auch noch mal mit Blick auf das Thema Industrie.
00:02:38: Wir haben größere angekündigte Investments.
00:02:42: Siemens hat auch jüngst diese Woche im Rhein-Main Gebiet und damit auch in Frankfurt für das Werk Fechenheim.
00:02:49: Größeres Investment angekundigt mit einer Weiterentwicklung von siebenhundert Arbeitsplätzen an den Standorten Frankfurter Main und Offenbach.
00:02:58: Sanofi ist dabei im Industriepark Höchst, eine neue Insulinproduktion aufzubauen – das läuft sehr gut!
00:03:07: Herr Klingler, Sie gelten als Frankfurt-Fan aber auch als jemand der Kritik nicht scheut.
00:03:12: Wie stellt sich die Lage für Ihr Unternehmen dar?
00:03:15: Also, das ist richtig.
00:03:16: Ich bin Frankfurt-Fan und ich glaube, er musste ja statt aber sagen, es hätte unheimlich Potenzial.
00:03:21: Wir haben die größte Wirtschaftskraft pro Person in Frankfurt, wir haben siebenundneinzigtausend Euro pro Person.
00:03:28: Das ist immer im bundesdeutschen Kontext ganz weit vorne.
00:03:32: Sie investieren hier?
00:03:33: Wir haben insbesondere was der Bestand betrifft – in den Frankfurter Norden zum Beispiel ein Objekt erworben aus Bestände mit fünftiger Jahre, wo wir letztendlich auch langfristig für Investoren investieren wollen.
00:03:46: Wo natürlich die Problematik da ist?
00:03:48: Wir haben älteren Bestand.
00:03:50: Da muss was gemacht werden.
00:03:51: Da gibt es bestimmte technische Probleme.
00:03:53: Da gibts natürlich auch das Time-Thema... Wenn man wieder das restrukturieren will, modernisieren will macht die Modernisierung des bestandes Sinn.
00:04:01: Dann komme ich in die Militärschutz-Satzung natürlich rein.
00:04:04: Das ist alles eine ganz, ganz schwere Thematik.
00:04:06: Zumal
00:04:07: Sie die Investoren uns ja nicht für sich selbst tätigen?
00:04:10: Was unsere Investoren sind, das sind jetzt ja keine Private Equity Unternehmens sondern wir haben letztlich kein klassisches institutionelles Geld.
00:04:18: und da essen... Ganz großer Teil sind Altersversorger, sind Versorgungswerke, Pensionsfonds.
00:04:23: Öffentliche Versorgung, das sind natürlich unsere Kunden.
00:04:26: Es ist letztendlich Rente für viele Menschen auch Details und die braucht natürlich auch ein Titel.
00:04:31: Frau Peter Sie finanzieren Immobilien.
00:04:33: große Transaktionen sind in Frankfurt zuletzt ausgeblieben.
00:04:37: Kommen die ausländischen Investoren nicht mehr oder warten sie nur?
00:04:40: Ich bin mir noch nicht mal sicher, ob die nicht kommen.
00:04:43: Also ich würde immer noch differenzieren zwischen ausländischem Kapital und inländischen Kapital.
00:04:49: also ich sehe schon das investiert wird hauptsächlich in Bestände in Neubauten.
00:04:56: Da bin ich ein bisschen zurückhaltend.
00:04:58: und was ich halt nicht sehe, ist Transaktion mit größeren Volumina.
00:05:03: Können Sie das an einem konkreten Beispiel festmachen?
00:05:05: Der Opernturm sollte veräußert werden und es ist nicht gelungen.
00:05:10: jetzt steht da auch zur Refinanzierung wieder an.
00:05:13: ganz ehrlich der Opernturm ist halt ein Topobjekt mitten in Frankfurt aber es war nicht das Kapital in Höhe von vielen hundert Millionen Euro da.
00:05:23: Und wenn man unsere Kunden fragt, was geht denn?
00:05:25: Dann sagen die naja so... ...fünfundzwanzig bis fünfzig Millionen Investitionsvolumen für Transaktionen.
00:05:31: Woran
00:05:32: liegt das?
00:05:32: Ist Deutschland als Standort ins Wanken geraten?
00:05:35: Deutschland war halt immer so ein Safe Haven.
00:05:37: Wir hatten einmal diese Vergesellschaftungsdebatte.
00:05:39: Das hat uns nicht besonders geholfen bei den ausländischen Investoren.
00:05:44: Außerirdischen Investoren sind irregern nach Deutschland gekommen, weil sie gesagt haben das ist top reguliert.
00:05:49: Ist vielleicht auch ein bisschen umständlich aber da kann uns nichts passieren und auf einmal kommt so eine Nachricht.
00:05:53: Das hat man sich halt auch auf andere Standorte konzentriert wo zum Beispiel die Werte auch schon wieder da waren.
00:06:01: also wir gleich die neuen Werte gefunden haben, Großbritannien zum Beispiel.
00:06:08: Die haben einfach einen Schnitt gemacht und haben ihre Marktwerte runtergenommen und in Deutschland geschieht das Scheibchenweise.
00:06:16: Was ist der richtige Preis?
00:06:18: Also Angebot und Nachfrage, die vergehen immer noch.
00:06:21: Herr Klingner, die Zinsen sind gestiegen und bleiben wohl hoch.
00:06:23: Was bedeutet das für immobilien Investitionen konkret?
00:06:27: Ich rechne nicht damit, dass das langfristig jetzt wieder mittelfristig wieder deutlich sinkt.
00:06:31: Immer Sinn vielleicht auf einem Niveau des Gar zu schlechtes mit irgendwo um die drei Prozent beim zehnjährigen Bund.
00:06:36: Es ist klar, wenn ich natürlich eine Bundesanleihe um die three Prozent habe dann kann ich nicht für zweieinhalb oder drei Prozent Wohnen letztendlich produzieren.
00:06:47: Das wird kein Investor
00:06:48: machen.".
00:06:48: Sind
00:06:49: Immobilien immer weniger gewollt?
00:06:51: Es geht gar nichts darum, dass die Immobilie nicht gewollt ist.
00:06:54: Sondern sie muss natürlich wettbewerbsfähig sein jetzt nicht mit anderen Immobilien sondern vor allem mit anderen Assetklassen.
00:07:00: also müssen Sie mit den Anleihenmärkten und den Geldmärken natürlich konkurrieren und da ist einfach ein Risikorausschlag erforderlich.
00:07:07: Frau Peter wir hatten im Vorfeld über die EY-Studie zum Immobiliemarkt gesprochen.
00:07:11: Die klang ja alles andere als optimistisch.
00:07:14: was war Ihr erster Gedanke?
00:07:15: Ganz ehrlich, diese IWA-Umfrage und die haben ja Kreditinstitute und Magdteilnehmer befragt.
00:07:22: Die hat uns wirklich ernüchtert.
00:07:24: allerdings wenn ich das lese worum es da geht was hier so Herausforderungen sind dann bin ich nicht überrascht.
00:07:30: Die Stimmung ist tatsächlich gedämpft Und wir hatten eigentlich damit gerechnet, im Jahr ist es dann auch Anfang des Jahres so einen verhalten positiven Moment.
00:07:46: Dann hat Trump den Iran angegriffen und damit war das wieder per Nü.
00:07:52: Also ich weiß gar nicht wer's in der Runde gesagt hat alles was hier zwischen Trump und Iran passiert.
00:07:57: Da zucken alle... Das ist auch tatsächlich bei bei allen Markthellen jemand so und auch bei den Banken.
00:08:03: Und wann rechnet die Studie mit einer Erholung?
00:08:06: Diese EY-Studie geht ja jetzt von einer Erhohlung eher in neunundzwanzig Jahre aus, das zu hören hat uns alle im Bereich Immobilienfinanzierung ziemlich ernüchtert.
00:08:19: Wir wünschen uns, dass das anders ist.
00:08:22: Und wir hoffen auch jetzt durch das Reformpaket, dass sich da ein bisschen was tut ja auch in Bezug auf Wohnungsbauffinanzierung im Bezug weniger Bürokratie.
00:08:31: Herr Kallever die Nassauische Heimstätte baut bezahlbaren Wohnraum.
00:08:36: wie schaffen sie das?
00:08:37: In diesem Umfeld aus hohen Baukosten und Hohenzinsen überhaupt noch?
00:08:41: Unsere Strategie ist ganz klar wohnenbezahlbar nachhaltig.
00:08:45: Die Kapitalkosten sind einfach hoch.
00:08:49: Ja, insofern haben wir auch noch viel Potenzial aus diesen Ankäufen bis zum Jahr.
00:08:55: Das ist ja nicht von heute auf morgen alles abgearbeitet.
00:08:59: Wir gehen gerade jetzt in den Baum mit der Leona Straße.
00:09:02: siebenundzwanzig im Leona Quartier ehemals auch Siemens da starten wir jetzt mit insgesamt über sechshundert Wohnungen
00:09:09: kaufen sich auch neue Grundstücke zu
00:09:12: Ankäufe finden tatsächlich nichts statt weil wir unseren Fokus auf dem Bestand haben.
00:09:18: Ja, ganz klar auch eine Verschiebung vom Umlaufvermögen Eigentumswohnungen hin zu Anlage-Vermögen.
00:09:26: Weil das Umlauf Vermögeneigentungswohnungsmarkt ist sehr, sehr schwierig, sehr volatil.
00:09:32: Da jedes bisschen was zwischen Trump und Iran passiert merken wir in der Nachfrage...
00:09:38: Und was machen Sie mit dem alten Bestand?
00:09:40: Der Großteil unseres Bestands aus den fünftiger, sechziger Jahren hat einer einen Alter erreicht, dass man sagen muss der hat das Ende seines Lebenszykluses erreicht.
00:09:53: Deshalb schauen wir ganz konzentriert darauf welche Bestände sind erhaltenswert und welche nicht?
00:10:02: Und gehen dann auch sehr konsequent damit um.
00:10:05: Das heißt Wir entmieten brechen ab, bauen neu.
00:10:08: In Frankfurt sind wir jetzt dabei eine Bauvornfrage vorzubereiten für zweihundertfünfzig Wohnungen im Bestand auf eigenem Grundstück.
00:10:17: Ja, spart man schon mal die Grundstückskosten und können dann mit der guten Förderung in Frankfurt, die nach wie vor gegeben ist, können wir auch wirtschaftlich bezahlbaren Wohnraum
00:10:29: anbieten.".
00:10:30: Herr Klingner Sie haben die Förderprogramme angesprochen.
00:10:33: was halten sie davon?
00:10:34: Die Stadt Frankfurt hat sehr tolle Förderprogramme auf den Weg gebracht also zusammen im Verbunden mit dem Land Hessen.
00:10:40: Man bekommt jetzt auch keine Überrentiten aber man bekommt eine angemessene Rentite für das Investment sozusagen.
00:10:46: Und auf der anderen Seite schafft man Wohnraum, erschwinglichen Wohnraum für eine Vielzahl von Leuten und das Schöne an diesem Förderprogramm ist ja auch das.
00:10:54: Es ist ja ne breite Fertigung, es ist nicht nur ne Förtung, sagen wir mal, der aller Ärmste sondern es gibt ja alle möglichen.
00:11:00: Es gibt ja also eine Mittelstandsfärtigung am großen Teil und das ist ja sehr wichtig wenn ich wirklich fachkräftig in der Stadt haben will die zwei Kinder haben, die vielleicht moderates Einkommen haben.
00:11:11: Dann kann ich nicht mieten von zwanzig, fünfzwanzig Euro
00:11:13: rangehen.".
00:11:14: Wie
00:11:14: sieht es auf der Bankenseite aus?
00:11:16: Wird überhaupt noch finanziert?
00:11:17: Neugeschäft machen wir.
00:11:20: Wir refinancieren aber hauptsächlich!
00:11:22: weil wir zu wenig echte Transaktionen sehen.
00:11:25: Also das ist total schön, wenn man mal sieht dass ein echter Kauf stattfindet und ansonsten sehen wir sehr viel Refinanzierung.
00:11:32: auch der Wettbewerb innerhalb der Banken ist groß stürzen sich alle auf die ISG-konformen Projekte oder beziehungsweise auf die Immobilien da reißen sich alle drum.
00:11:43: Herr Kallewe ein viel diskutiertes Thema serielles Bauen als Lösungen für hohe Baukosten.
00:11:48: was sind ihre Erfahrungen damit?
00:11:51: Was wir machen Was wir beeinflussen können ist serielles Planen.
00:11:57: Das heißt, Wir haben Grundrisskonzepte!
00:12:01: Wir haben unsere drei Spänner die wir immer wieder verwenden können.
00:12:07: Da wissen wir sie sind wirtschaftlich.
00:12:09: Ja da ist die maximale Wohnfläche in der Gebäudehülle drin.
00:12:14: ja das wird maximal ausgenutzt Die Grundrisse sind optimiert da gibt es wenig Verlustflächen im Form von Fluren.
00:12:20: Aber kann serielles Bauen preislich mithalten?
00:12:23: Wir sehen, dass das serielle Bauen mit den Preisen und den Kosten für konventionelles Bauen nicht mithalten kann.
00:12:32: Wenn wir in der Einzelvergabe ausschreiben, konventionell oder – wir lassen es die Wahl oder seriell – immer konventionll ist deutlich günstiger.
00:12:46: Das ist ja eigentlich Paradox!
00:12:48: Woran liegt das?
00:12:49: Es ist ein Skaleneffektproblem als ein Skaliungsproblem.
00:12:53: Davon gehen wir aus.
00:12:55: Der Nachweis muss dann aber auch erst noch geführt werden, ob die Hersteller dann wenn es mehr Produktion gibt, ob sie tatsächlich an die Preise kommen können von konventionellen Bauen.
00:13:07: Sie haben einen anderen Hebel erwähnt – was meinen Sie damit?
00:13:11: Die Stadt Frankfurt hat uns dort ermöglicht sehr dicht zu bauen mit einer hohen Grundstücksausnutzung.
00:13:20: Damit verteilt sich natürlich der Grundstückspreis auf mehr Fläche, die Ertrag bringt an eine Wohnfläche.
00:13:27: Das ist ein großes Thema in Frankfurt gar nicht so sehr aber im Städten, im Kommunen und im Rhein-Main Gebiet, die das noch nicht verstanden haben dass innerstädtisch wohnen hoch verdichtet sein muss um es bezahlbar machen zu können.
00:13:44: Herr
00:13:44: Röse, es gibt eine paradoxe Entwicklung auf dem Frankfurter Büromarkt.
00:13:47: Spitzenmieten von bis zu siebzig-vierundsiebzig Euro hoch Quadratmeter in Toplagen während in weniger begehrten Lagen massenhaft Flächen leer stehen.
00:13:56: stimmt dieses Bild?
00:13:58: Ja wir haben durchaus eine Tendenz das muss man sagen dass natürlich auch sich Unternehmen Arbeitgeber überlegen was kann ich meinen Mitarbeitern bieten.
00:14:10: Kampf um die Talente ist im vollen Gange, wie man so schön sagt.
00:14:13: Die jungen Leute, die nachkommenden Generationen, die heute in den Arbeitsmarkt eintreten schauen sich auch ein Unternehmen unter ganz anderen Gesichtspunkten an.
00:14:22: Nachhaltigkeit was bietet es mir?
00:14:24: Arbeitsplatzqualität, agiles Arbeiten arbeiten in Teams das wird heute alles gefordert und dazu braucht natürlich eben auch moderne Büroflächen.
00:14:33: Und was passiert mit den Bürogebäuden, die dabei auf der Strecke bleiben?
00:14:37: Da muss man dann eben schauen, was macht vielleicht an der Stelle auch Sinn und da sind eine Menge Konzepte unterwegs.
00:14:43: Auch Mischnutzung also.
00:14:45: da war durchaus im Gespräch ein kleineres Rechenzentrum im unteren Bereich mit reinzunehmen wo man die Abwärme eben Gebäude selber nutzt.
00:14:53: Dann Generationsübergreifendes Wohnen oder ähnliches damit reinzubringen Und das wird mal sehen.
00:15:00: es gibt da keinen Königsweg.
00:15:01: aus meiner Sicht
00:15:02: Frau Peter wie gehen Sie als Finanziererin mit solchen Objekten um?
00:15:06: In den Nullzinsphasen haben wir uns auch Lagen reingenommen, die wir heute eigentlich lieber nicht mehr hätten.
00:15:14: Ja unsere Kunden lassen sich bei Fälligkeit nicht unbedingt dazu bewegen diese Finanzierung dann zurück zu zahlen.
00:15:21: Mangels Liquidität oder sie lässt sich auch nicht einfach verkaufen und da muss man Lösungen finden Und das geht nur mit sehr vielen Gesprächen und im Einvernehmen, und mit einer gewissen Kreativität.
00:15:34: Es gibt eine Studie von Empirica die sagt Frankfurt lebe mehr von seiner Vergangenheit als von seiner Zukunft.
00:15:40: keine Topstadt mehr heißt es da Herr Röse was sagen Sie dazu?
00:15:44: Das kann ich so und das will ich auch nicht stehen lassen.
00:15:46: wir haben im letzten Jahr ist es ja auch uns gelungen, die auch die Anti-Geldwäschebehörde hier nach Frankfurt zu holen und damit einfach auch den Finanzplatz Europa, der in Frankfurt definitiv ist wirklich enorm zu stärken.
00:16:00: Das Thema Geldwäscher ist ein Riesenthema.
00:16:02: Wir merken auch da schon Impulse also auch.
00:16:05: natürlich richtet sich eine Konsaltingbranche im Finanzbereich jetzt darauf ein und sucht auch verstärkte Weg nach Frankfurt.
00:16:11: Und was ist jenseits der Finanzbranche?
00:16:14: Wir haben nach wie vor auch weitere Wirtschaftsbereiche, das Thema IT.
00:16:18: Das Thema Digitalisierung, den wir Rechenzentren mit dem DTX ein wirklich ganz großes Thema und wir investieren bis zu zwanzig dreißig in einen Netzausbau der im Bundesland nämlich in Niedersachsen die Landeshauptstadt Hannover komplett mit Strom versorgt.
00:16:38: hier werden in den nächsten Jahren bis zum Jahr zwanzichdreißig Fünfhundert MW verbaut und dann bis fünfundreißig nochmal weitere fünfhunderte MW.
00:16:48: Herr Klingler,
00:16:49: Sie haben das Stichwort Reputation aufgeworfen?
00:16:51: Was meinen Sie damit konkret?
00:16:54: Nehmen wir noch mal den Hauptbahnhof.
00:16:56: Das ist das Einfallstor der Stadt, ich meine hier kommen die Leute an mit dem Zug und dem ICE und es ist nach wie vor natürlich eine Katastrophe eigentlich.
00:17:05: Also da kann man nicht schönreden.
00:17:08: Man muss daran arbeiten... Ich weiß es ist unglaublich schwierig weil wir haben seit Corona den ganzen Drogengeschäft natürlich viel verstärkter in Frankfurt.
00:17:17: Habt ihr das Gefühl?
00:17:18: Die Stadt Frankfurt kriegt es nicht so richtig im Griff.
00:17:20: also ich hatte neugierbar ein Formelanger aus Edinburgh.
00:17:23: Der ist erst mal in Frankfurt-Hahn gelandet, muss ja irgendwie mit dem Bus chaotisch an den Hauptbahnhof gelangen und hat dann versucht zu Fuß durch seinem Hotel zu kommen.
00:17:33: Er hat da ganz übliche Erlebnisse erlebt und das ist nicht
00:17:36: hilfreich.".
00:17:37: Das hat also direkte Auswirkungen auf das Investitionsklima?
00:17:41: Wenn ich in der Bockenheimer Landstraße jetzt mittlerweile die Obdachlosen vor den Büros liegen, das verdreibt Mieter.
00:17:47: Ich kann Top-Mieten von sechszig, fünfzig, sechszig Euro nicht erzählen wenn meine Kunden am Ende des Tages sich nicht wohlfühlen, wenn sie hier kommen oder die Mitarbeiter.
00:17:58: Also ich muss es ja auch für die Mitarbeit.
00:18:00: Ich will ja attraktive Büroflächen haben.
00:18:02: Es muss attraktiv sein in der Stadt zu sein und ich muss mit diesem unangenehmen Problem Die sind da und die sind schwierig zu lösen.
00:18:10: Aber sie müssen gelöst werden.
00:18:12: Früher
00:18:12: waren es lange Zeit Opiate, die haben die Menschen ruhig gestellt.
00:18:15: Heute ist es Krecks oder Ähnliches was dazu führt dass die Menschen aufpuschen das wirklich alle Hemmungen verlieren.
00:18:21: Das heißt natürlich auch eine ganz neue Situation im Umgang.
00:18:24: Und
00:18:25: was ist der Weg nach vorne?
00:18:26: Den Weg den die Stadt jetzt eingeschlagen hat mit dem Suchthilfezentrum ist ein guter Weg.
00:18:32: Die Ergebnisse werden wir sehen ob's funktioniert oder nicht.
00:18:37: Aber ein Königsweg gibt es eben auch nicht aus meiner Sicht.
00:18:39: Ich
00:18:40: habe gerade gestern gehört, dass an der Zeit... Also es gibt ja noch Pläne für eine neue Polizeistation und die bekommen Zugang zu Hauptwache, zur B-Ebene um da einfach direkt mehr Präsenz zu zeigen und das Ganze attraktiver und sicherer zu machen.
00:18:58: also ich hab da echt aufgemerkt weil ich hatte letztes Jahr gesagt, dass ich mich dann nicht besonders wohlfühle egal so welcher Tageszeit.
00:19:05: Ja es tut sich schon was.
00:19:07: Es dauert natürlich seine Zeit!
00:19:09: Herr
00:19:09: Klingler,
00:19:10: aber was ich ja auch gar nicht verstehe ist das man keine Zugangskontrollen zu den Bahnsteigen macht und dass man keine Zugangskontoilen zu den Bahnen steigen auch im U-Bahnsektor macht.
00:19:19: Das muss ja eigentlich nicht sein.
00:19:20: also wenn ich jetzt einen öffentliche Nahverkehr nütze habe in allen anderen Großstädten auch.
00:19:24: Also da gehe ich mit der Kreditkarte rein.
00:19:25: Da ist eine Zugangsberechtigung in Deutschland nicht.
00:19:28: Ich denke, das müssen wir einmal durchdenken ob es wirklich der öffentliche Raum für jeden sich überall da ist oder ob einfach da auch geschützte Bereiche sind.
00:19:37: Herr
00:19:37: Klingner, wir haben die Vergesellschaftungsdebatte in Berlin, die sie natürlich alle nicht gut heißen was es aus Ihrer Sicht die Hauptvoraussetzung das wieder mehr investiert wird?
00:19:47: Wenn ich Berlin angucke, ich habe so viele Brachflächen, so viele freie Flächen auch in städtischer Hand.
00:19:51: Ich muss das Geld nehmen und erbauen oder ich muss Förderprogramme wie in Frankfurt aufsetzen.
00:19:56: dann wird neu gebaut und das ist ja eigentlich der einzige richtige Weg.
00:19:59: zum Abschluss Sind die wichtigsten Hausaufgaben für Frankfurt.
00:20:03: gibt es Dinge, über die wir noch nicht gesprochen haben?
00:20:06: Also
00:20:06: mein städtebaulicher Qualität.
00:20:08: Einfach Plätzequalität, Aufenthaltsqualität in Siegelung Grün also mit Erwärmungen.
00:20:15: Gucken sie hauptsache bei vierzig Grad das ist unerträglich.
00:20:17: ich weiß es schwierig.
00:20:18: man hat natürlich zu versiegelt Fläche wert aber da muss man auch an dieser dran arbeiten.
00:20:24: einfach die Stadt auch die Zeil Futurefit so machen wirklich Dass sie funktioniert, dass die Aufenthaltsqualitäten steigen.
00:20:32: Das ist ganz zentral wichtig.
00:20:33: Ich erröse...
00:20:34: Frankfurt wird tagsüber zu einer Million statt!
00:20:38: Wir haben sehr viele Einpendler und die gesamte Wirtschaft der Stadt Frankfurt lebt sehr stark von ihrer Region.
00:20:46: Und ich würde mir gerade an dieser Stelle auch wünschen, dass man sich bei dem ein oder anderen Thema intensiver mit der Region gemeinsam auf die Suche nach Lösungen macht.
00:20:56: Frau Peter?
00:20:57: Ich würde mir mehr Informationen wünschen über das, was passiert in Frankfurt.
00:21:01: Also ich wohne nicht in Frankfurt, ich beziehe auch keine Frankfurter Zeitung regelmäßig.
00:21:07: und ja vielleicht gibt es die Infos auch und ich habe einfach keinen Zugang weil ich ihn noch nicht aktiv genug gesucht habe.
00:21:18: Was städtebaulich passiert?
00:21:20: Und was die Stadt Frankfurt tut... Ich glaube auch, dass das Sentiment sich verändert wenn allen klar ist, dass Dinge passieren.
00:21:34: Ja liebe Limo-Feinds jedes Jahr gibt es andere Schwerpunkte in dieser Frankfurtrunde.
00:21:38: ganz klar Auch diese Diskussion war wieder ein Zeitdokument.
00:21:43: Wie geht es einer Metropole?
00:21:44: wie geht es dem Immobilienmarkt in wirtschaftlicher stagnation?
00:21:48: Frankfurt hat sich einigen strukturellen Problemen zu stellen.
00:21:53: Im letzten Jahr haben wir darüber gesprochen, dass das gelingt.
00:21:55: in diesem Jahr sind wieder ein paar mehr Kritikpunkte zur Sprache gekommen was aber auch zeigt gleichgültig ist die Stadt wirklich keinem.
00:22:03: ich freue mich schon auf zwei tausend sieben und zwanzig bleibt uns gewogen.
00:22:07: bleiben Sie uns gewugen.
00:22:09: limo gibt es auf allen bekannten podcast Kanälen Apple Podcast Spotify und Co.
00:22:14: mit einem großen Dank an die Technik heute vor allem Nico Usbeck Ihr, euer Dirk Labusch.
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