Plattformanbieter für moderne Wohnkonzepte – Komplexität als Renditequelle
Shownotes
Eine Frage, die institutionelle Investoren, Asset Manager und Finanzierer gleichermaßen beschäftigt lautet aktuell: Warum reicht es nicht mehr, einfach gut zu vermieten? Und warum sind gerade jene Wohnkonzepte, die auf den ersten Blick kompliziert wirken – Purpose-Built Student Accommodation, Micro-Living und Co-Living – möglicherweise die interessanteren Investments? L’Immo-Gesprächspartner zu diesem Thema ist Jan-Christoph Maiwaldt, CEO der Reos GmbH. Reos ist Plattformanbieter für moderne Wohnkonzepte und verbindet operatives Management, digitale Infrastruktur und datenbasierte Intelligenz zu einem integrierten System – mit dem Ziel: effiziente, skalierbare und wertstabile Immobilien. Maiwaldt selbst bringt mehr als 15 Jahre Erfahrung in der Dienstleistungsbranche der Energie- und Immobilienwirtschaft mit. Über ein Jahrzehnt führte er als CEO die noventic group. Seit Anfang 2024 leitet er Reos. Darüber hinaus ist er stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Power Plus Communications AG, dem marktführenden Hersteller von Smart-Meter-Gateways.
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Transkript anzeigen
00:00:00: Hallo, liebe Limo-Fans.
00:00:03: Willkommen zu einer weiteren spannenden Folge von Limo – dem Podcast für die Immobilienwirtschaft!
00:00:11: Heute sprechen wir über eine Frage, die institutionelle Investoren, Assetmanager und Finanzierer gleichermaßen bestäftigt.
00:00:20: Warum reicht es nicht mehr einfach gut zu vermieten?
00:00:24: Und warum sind gerade jene Wohnkonzepte, die auf den ersten Blick kompliziert wirken PBSA, Micro Living, Co-Living – möglicherweise die Interessantinnen der Investments.
00:00:36: Mein heutiger Gesprächspartner ist Jan Christoph Maywald, CEO der REOS GmbH.
00:00:43: REOS ist Plattformanbieter für moderne Wohnkonzepte und verbindet operatives Management, digitale Infrastruktur und datenbasierte Intelligenz zu einem integrierten System.
00:00:55: Das Ziel dabei?
00:00:56: Effiziente!
00:00:57: skalierbare und wertstabile Immobilien.
00:01:01: Yuan selbst kenne ich schon lange, er bringt mehr als fünfzehn Jahre Erfahrung in der Dienstleistungsbranche der Energie- und Immobiliewirtschaft mit.
00:01:11: Über ein Jahrzehnt führte er als CEO die Noventig Group.
00:01:14: Seit Anfang zwanzig vierundzwanzig leitet er REOS.
00:01:19: Darüber hinaus ist der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzender der Power Plus Communications AG dem marktführenden Hersteller von SmartMeter Gateways.
00:01:29: Es gibt eine veränderte Investmentlogik, früher war halt Wertsteigerung oft stark finanzierungsgetrieben.
00:01:35: wenn ich billiges Geld hatte dann war ich mutiger in meinem Invest.
00:01:39: heute sind wir viel stärker auf unserer Kundenseite mit Fragen konfrontiert die richtigerweise danach fragen wie macht ihr den Betrieb?
00:01:48: Also die Investmententscheidung ist sehr viel stärker betriebsgetrieben.
00:01:52: Das hängt auch mit den Haltedauern zusammen, der Immobilie denn die hat sich spürbar verlängert vor allem bei institutionellen Investoren und wenn ein Asset länger gehalten wird, wird plötzlich sehr relevant wie gutes operativ gemanagt werden.
00:02:07: Mein Name ist Jörg Seifert ich bin Managing Editor des Fachmagazins Immobilienwirtschaft Und übrigens die zugehörige App Mit all Limo-Podcast finden Sie überall, wo es Apps gibt kostenfrei zum Download.
00:02:24: Und für weitere interessante Infos schauen sie wie immer auch in die Limo Show Notes!
00:02:33: Sind Sie auf der Suche nach geeigneten Fach und Führungskräften in der Immobilien & Wohnungswirtschaft?
00:02:39: Auf dem Haufen-Stellenmarkt präsentieren Sie sich Crossmedial in den relevanten Branchenmagazinen, Onlineportalen und Newslettern als attraktive Arbeitgeber für Ihre Zielgruppe.
00:02:50: Finden statt suchen!
00:02:52: Weitere Infos finden sie unter www.stellenmarkt.haufen.de.
00:03:00: Herzlich willkommen lieber Jan!
00:03:02: Ja, guten Tag lieber Jörg.
00:03:05: Erst mal vielen Dank dass ich bei dir sein darf.
00:03:07: Ja, ja.
00:03:08: Selbstverfreilich mit interessanten Themen immer.
00:03:13: Sag mal so zum Reinkommen... Du wechselst nach über einem Jahrzehnt an der Spitze der Noventig Group zu einem Plattformanbieter für studentisches Wohnen und Co-Living.
00:03:24: Was hatte ich Andreas gereizt?
00:03:26: Und was hat dich in der Zeit seither am meisten überrascht?
00:03:31: Das hat mich Andreas gereitzt.
00:03:33: Ich glaube es war genau diese Kombination die man in der Immobilienwelt nicht so oft findet.
00:03:40: Nämlich auf der einen Seite eine eigene Software- und Plattformkompetenz mit einer ganzen Entwicklungsabteilung, mit einem klaren Fokus auf Digitalisierung und KI.
00:03:52: Das war für mich komment aus eher klassischen Organisationsformen eine tolle Herausforderung Und auf der anderen Seite eigentlich ein sehr operatives Geschäft kleiner Mittelstand, also Property Management im echten Alltag der Immobilie.
00:04:13: Also so richtig hands-on und überrascht hat mich in den ersten Monaten tatsächlich die Arbeitsrealität.
00:04:24: Ich kam aus sehr großen strukturierten Organisationen und plötzlich war ich in einem wirklich stark unternehmerischen Fast vollständig remote geprägten Umfeld.
00:04:37: Ich hatte am Anfang nicht mal ein eigenes Büro, musste mir also meinen Arbeitsplatz jeden Morgen selbst suchen und erstmal schauen wo ich überhaupt den Stecker in den Laptop bekomme.
00:04:50: Ja aber du warst ja auch vorher viel unterwegs.
00:04:52: wir haben uns viel draußen getroffen auf Messen und Kongressen und du hast eigentlich immer überall auch gearbeitet.
00:04:59: Genau, also den Reiz hat ausgemacht eigentlich ein junges Team.
00:05:04: Hohe Geschwindigkeit, viel Eigenverantwortung und die Chance Dinge wirklich neu zu denken.
00:05:13: Wir waren nicht nur technologisch unterwegs sondern eben auch ganz konkret in der Frage wie Immobilien zukünftig besser, effizienter und gar vor allem nutzend orientierter betrieben werden können Hat der Gründer sich richtigerweise, glaube ich.
00:05:32: Wir verstehen uns sehr gut entschieden und hat gesagt, wenn ich hier so einen stark skalierenden operativen Betrieb aufbaue, dann hole ich mir vielleicht jemanden älteres dazu, der auch im Bereich der Dienstleistung schon länger Erfahrung
00:05:47: hat.".
00:05:48: So jetzt kommen wir zu der Auflösung von PBSA – das ist Purpose-Build Student Accommodation wie auch Microliving und Coaliving sind es spannende Segmente.
00:05:58: Und dann kam die Zinswende, Bewertungskorrekturen, Insolvenzen.
00:06:03: Erzähl uns doch mal was über die aktuelle Marktlage?
00:06:07: Wer hat denn in den letzten zwei Jahren überlebt und warum?
00:06:11: Wenn ich auf den Markt schaue ist es tatsächlich so dass diese Segmente PBSA Microliving und Co-Living sich in den Letzten zwei Jahren tatsächlich robuster entwickelt haben als viele andere Assets lassen.
00:06:25: Also während wir bei Büroimmobilien beispielsweise im Retail oder auch bei durchschnittlich betriebenen Wohnportfolien erhebliche Korrekturen gesehen haben, haben wir bei uns im Segment eigentlich gesehen dass sich das fast entkoppelt hat.
00:06:41: Es liegt aus meiner Sicht vor allem daran, dass dort eine sehr konkrete Nachfrage auf ein oft knappes Angebot trifft.
00:06:52: Aber lassen Sie mal gucken, also die klassische Wohnimmobilie gilt ja immer noch als sicheres Investmentmietereinkosten raus.
00:06:59: Der Wert steigt.
00:07:01: ist denn die These standardisiertes Wohnen hat ausgedient nicht vor allem ein bequem Verkaufsargument für Plattformanbieter wie euch wie Reos?
00:07:10: Also verkaufen ist in jedem Fall herausfordern, weil du musst immer Referenzen liefern.
00:07:20: Ich glaube was sich grundsätzlich erstmal verändert hat ist es gibt eine veränderte Investmentlogik.
00:07:26: Früher war halt Wertsteigerung oft stark Finanzierungsgetrieben.
00:07:31: also wenn ich billiges Geld hatte dann war ich mutiger in meinem Invest.
00:07:38: heute sind wir viel stärker auf unserer Kundenseite mit Fragen konfrontiert, die richtigerweise danach fragen.
00:07:49: Wie macht ihr den Betrieb?
00:07:51: Die Investmententscheidung ist sehr viel stärk betriebsgetrieben.
00:07:57: Das hängt auch mit den Haltedauern zusammen der Immobilie denn sie hat sich spürbar verlängert vor allem bei institutionellen Investoren.
00:08:06: und wenn ein Asset ist klar länger gehalten wird, wird plötzlich sehr relevant wie gutes operativ gemanagt werden.
00:08:14: Da gibt es ja jede Menge Geschichten.
00:08:17: also es gibt mancherseits Mietpreisbremse, Milieuschutz, steigende Betriebskosten, ESG-Druck.
00:08:24: wer normalerweise nur auf die Mietlinie schaut der übersieht wesentliche Wert und Risikotreiber.
00:08:31: Du sprachst von Investmentlogik.
00:08:34: Wie hat sich denn die verändert angesichts dieser genannten Dinge.
00:08:40: Wir werden daran gemessen, nicht dass wir beispielsweise der Bank oder Eigentümern Geschichten erzählen sondern wir werden hart daran gemessen ob wir tatsächlich im Betrieb Qualität zeigen.
00:08:53: also wer heute im Wohnen nur auf die Mietlinie schaut der greift aus unserer Sicht eigentlich zu kurz.
00:09:01: Die politischen und sozialen Grenzen des Mietwachstums sind real Ja, klar.
00:09:06: Wie du es richtig sagst, die Mietpreisbremse-Regulierung steigende Betriebskosten, die ESG Anforderungen all das setzt dem klassischen Modell Rendite primär über Preissteigung zu erzeugen deutlich engere Grenzen.
00:09:20: Am Ende beginnt jede Rendite im Wohnen zunächst einmal beim Mieter also beim zufriedenen Mietern und beim Vermietungserfolg.
00:09:30: Und genau da verschiebt sich die Logik.
00:09:32: Also wir sehen in unserem Segmenten Vermietungsquoten von mehr als sechsundneunzig Prozent und selbst dann, wenn man Renovierungszeiten und nicht vermiedbare Einheiten während Umbaufasen mit berücksichtigt.
00:09:45: Ja kann man sich vorstellen dass wir viel Kraft in den Betrieb der jeweiligen Immobilien legen ist
00:09:53: ja auch klar.
00:09:54: ich meine wenn nicht so viele Nachfragen nach Immobilie ist muss man halt den Betrieb besser machen und können ja viele Sachen dazu.
00:10:00: Also Flächeneffizienz, Vertragsmanagement die Community digitale Prozesse, Möblierung in Standhaltung.
00:10:08: ich meine das ist aber dennoch hört sich das an wie ein großer Aufwand für einen doch überschaubaren Ertrag.
00:10:16: Und wo schlägt bei eurem Modell Komplexität im echten messbaren Wert um?
00:10:21: Hast du dann Beispiel?
00:10:22: Ja, habe ich.
00:10:23: Es gelingt ja insgesamt nur wenn mehrere Dinge zusammenspielen.
00:10:27: also wir haben schon gesagt Vermietung ist key klar aber dabei geht es in Zukunft eben um standortbezogene Vermarktungskonzepte.
00:10:37: Also wo wir früher einen regionalen Markler eingesetzt haben als hauseigentümer weil wir dachten durch starke Regionalität weiß der besonders gut Bescheid wie der Bedarf an dem Standort.
00:10:50: So greifen heute beispielsweise Online-Vermarktungskonzepte, die genau in der Zielgruppe die Leute ansprechen.
00:10:58: Also bei uns internationale Studenten, internationale Young Professionals, ja, die gar keinen anderen Weg nehmen als online sich sozusagen die nächste Wohnung zu suchen.
00:11:09: und zweitens gibt es natürlich operativ einen starken Turn-Around bei Renovierung und Wiedervermietung.
00:11:17: Also hier müssen wir schnell agieren, dass alles immer auf dem besten Stand ist.
00:11:21: Da schaffen wir dadurch, dass wir durch unseren hohen Digitalisierungsgrad wie auch in der Vermarktung sicherstellen das beispielsweise Aufträge an die Dienstleister für die Schönheitsreparaturen in den Standhaltungen verantwortlich sind auch so schnell umgesetzt und beauftragt werden, dass hier das erstklassig hergestellt wird.
00:11:46: Darüber hinaus nächster großer Effekt ist wir haben in den Microliving Apartments oder Microlivingsgebäuden oder PBSA Gebäude haben wir natürlich eine ganze Reihe von Zusatzflächen und auch Zusatz Services die wir dort anbieten.
00:12:01: Die wollen alle gemanagt werden und wir tun das halt als digitaler Konzert.
00:12:07: Also du buchst bei uns Lernräume oder einen Platz im Lernraum, du bust im Fitnesscenter.
00:12:11: Du buchest Waschmöglichkeiten.
00:12:14: Du hast ein Klavierkeller oder ein Schlachtzeugkeller hier.
00:12:17: nachdem was dann zur Verfügung gestellt wird und durch digitale Zutrittserteilung können die Bewohner das entsprechend mit nutzen und auch sehen was wie stark belebt ist.
00:12:34: Und das sind natürlich alles Zusatzennutzen, die da entstehen und damit rechtfertigt sich im Grunde genommen auch das Preis-Nutzenverhältnis für die Mieter, die sich hier in unseren Objekten bewegen.
00:12:49: Okay also dann jetzt mal Butter bei dir Fische.
00:12:51: was kostet denn ein Bett in so einem PBSA Asset wirklich zu betreiben?
00:12:56: Wo macht dann so einen Plattformanbieter wie Reos den entscheidenden Unterschied gegenüber einem klassischen Verwalter?
00:13:03: Also der klassische Verwalter, wererweise kommt in unserem Segment gar nicht vor.
00:13:12: Der Konziage wird meistens gestellt in den von Pachtbetreibern betriebenen Objekten und das sind eigentlich in Wirklichkeit unsere Mitbewerber in diesem Feld.
00:13:24: wir sind derzeit in Deutschland einer der wenigen die sozusagen die Property Management Leistung auf Basis eines Management-Vertrages anbieten.
00:13:34: Und damit bringen wir den Eigentümer natürlich tiefer in die Wertschöpfung dessen, was sonst beim Parkbetreiber geblieben ist.
00:13:44: und das ist für unsere Eigentümmer und unser institutionellen Eigentürmer besonders interessant!
00:13:51: Gibt es nicht irgendeine Kennziffer, wie ich jetzt so gefragt habe?
00:13:53: Ein bisschen kezerisch.
00:13:54: Was kostet so ein Bett?
00:13:55: Naja, es gibt eine.
00:13:58: Wir sind organisiert beispielsweise bei der BOOFING GESA.
00:14:02: Die gibt immer eine Micro Living-Studie raus jedes Jahr für Micro Living Apartments und die haben erhoben quer über die Portfolien das hier, ich sag mal, die Betreibungskosten also... Betreibungsbetriebskosten all in.
00:14:23: In dem Bereich, den wir da bewirtschaften etwa bei acht Euro pro Quadratmeter liegt und man kann das vergleichen wenn man andere Studien wahrnimmt mit Apartment-Betreiber oder Betreibern in Pachtmodellen die auch dann Zahlen ausgeben wie zwanzig Euro pro quadratmeter.
00:14:45: also da sieht man schon Da tut sich was und da tut sich auch eine Spanner aus, also wir sprechen ganz konkret um-und bei etwa zweihundert Euro pro Bett.
00:14:56: Und Monat war es an operativen Aufwand über unsere Verwaltungssystematik notwendig ist.
00:15:05: und das ist ja nicht allein unsere Gebühr sondern natürlich alles was sozusagen in den Betriebskosten mit enthalten ist.
00:15:13: und dabei muss man wissen, wir sprechen von möblierten Apartments.
00:15:17: Ja ja.
00:15:17: Wir sprechen von voll WLAN versorgten Apartements.
00:15:21: Wir sprachen von Apartments die auch die Energie kosten flat in der Miete mit berücksichtigen.
00:15:27: Das wäre die eine Sache.
00:15:28: danke für die konkrete Zahl.
00:15:32: jetzt lasst uns mal so an Richtung gemischt genutzte Quartiere ein bisschen denken.
00:15:37: Ist das nicht Königsdisziplin, Wohnen, Gewerbe, Mobilität, Energie, Community.
00:15:42: Da ist doch eine große Wertschöpfung auch in der Orchesterierung drin und nicht nur im Quadratmeter.
00:15:49: Wer kann das aber schon?
00:15:51: Und wie gut seid ihr da drinnen in solcher Orchesterierungen?
00:15:55: Alles lebt von Referenzen.
00:15:57: Wir haben eine große Referenz weil wir inzwischen mehr als Wohnungen gefördertes Wohnen und gemischt gefördertes Wohn für die Bayernheim in Süddeutschland bewirtschaften.
00:16:08: Fährerweise ist grundsätzlich erst mal für Leute, die wie wir mit ihrer Digitalisierungsstrecke von der Vermietung über die Nutzungsdauer bis wieder zum Mieterwechsel alles digital machen is Wohnen im klassischen Sinne und auch mit dem geförderten Wohn eigentlich einfacher.
00:16:29: Und tatsächlich kommt die Königsdisziplin und damit wieder die höhere Komplexität, und damit auch für uns das Interesse an dieser Art von Quartieren.
00:16:40: Die wir eben auch bei der Bayernheimen sehen in Spiel weil wir tatsächlich diese Orchestrierung herbeiführen können.
00:16:48: und wodurch entsteht das?
00:16:50: Das entsteht natürlich dadurch dass alle Teilnehmer an so einem Quartier wie du sie aufgezählt hast Am Ende des Tages ja eine Kommunikationsplattform brauchen.
00:17:02: Als Sie haben Abstimmungsbedarfe untereinander, denken wir an die Ladeseule.
00:17:06: da wird keiner in der Schlange stehen.
00:17:08: bei der Gemeinschaftsnutzung von irgendwelchen Räumen will jeder wissen dass wenn er den Weg aus dem fünften Stock nimmt dann möchte auch eine Wahrnehmung darüber haben das eine Waschmaschine tatsächlich gerade zur Verfügung steht und so weiter.
00:17:22: Das ist die klassische Orchestrierung plus das Synchronisieren der einzelnen Interessen unterschiedlicher Nutzer, wenn wir hier Gewerbe gefördertes Wohnen etwas höher angesiedeltes Wohnen und so weiter zusammenbringen.
00:17:38: Dann schaffen wir das über unsere Mieter App.
00:17:42: Hat jeder auf seinem Handy.
00:17:44: die Mietern können sich untereinander austauschen.
00:17:47: man kann sich direkt mit uns austauschend führt übrigens dazu dass wir so rund Aufträge im Jahr erhalten von den Mietern und nicht weil die Objekte so schlecht laufen, sondern beispielsweise mit Erstwohnenden zu tun haben.
00:18:06: Also Studenten, die das erste Mal alleine leben.
00:18:10: Die schreiben natürlich auch schon mal ein Ticket wenn es passiert ist dass sie einen Ei auf dem Zerranfeld direkt ausgeschlagen haben und sich wundern dass es nicht fertig wird und uns fragen ob sie eine Pfanne brauchen.
00:18:23: Das ist die Geschichte für die Erstis, da habt ihr auch noch was zu beten.
00:18:28: Lass uns mal nochmal zu dem beruflichen wieder zurückkommen.
00:18:32: also das ganze ist ja Asset Management und ich höre immer so wir haben zu viele Daten aber dabei zu wenig Entscheidungsgrundlagen.
00:18:41: wo liegt denn die Grenze zwischen dem was Reos liefern kann?
00:18:45: Und was Aufgabe eines Asset Managers nach wie vor bleibt?
00:18:49: Wir haben eine Dienstleistungsaufgabe Wir spielen für den Asset Manager, er ist unser Auftraggeber.
00:18:57: Die Rollen sind aus meiner Sicht relativ klar verteilt und das ist glaube ich auch genau die Stärke des Modells.
00:19:04: Der Asset manager vertritt den Eigentümer und der ist für die Wertsteigerung Strategie des Assets verantwortlich also für die zentrale Frage Was ist die richtige Positionierung, welche Maßnahmen sind sinnvoll und welche Investitionen lohnen sich?
00:19:21: Wie entwickelt sich das Asset insgesamt.
00:19:24: Unsere Aufgabe ist ihn dabei maximal zu unterstützen und auch proaktive Vorschläge zum machen wo wir beispielsweise bessere operative oder auf der datenbasierten Grundlage bessere Ergebnisse zu erzielen sind an dem jeweils an der jeweiligen Immobilie für die wir zuständig sind.
00:19:45: Das heißt, wir sorgen dafür dass aus den Daten überhaupt wirklich steuerungsrelevante Informationen und damit auch Entscheidungsvorschläge für den Asset Manager entstehen.
00:19:55: Wir machen quasi transparent wie sich Miete kosten, Servicequalität Entstandhaltung oder Risiken im Alltag der Immobilie tatsächlich entwickeln.
00:20:06: Also auf kurzen Nenner gebracht, wir sind dafür verantwortlich zu sagen wie geht's die Immobilien und was kann man tun damit es ihr besser geht?
00:20:13: Wer
00:20:13: aber die Daten hält, hält ja auch die Macht.
00:20:15: also wenn Reos jetzt operatives Management digitale Infrastruktur und Datenbasis eines Assets kontrolliert werden das Asset wirklich unter Kontrolle?
00:20:25: und was passiert zum Beispiel mit den Daten wenn der Eigentümer dem Betreiber wechseln will?
00:20:30: Das erleben wir ja, wenn wir Immobilien sozusagen in unseren Bestand übernehmen.
00:20:35: Erleben wir den Wechsel von anderen Seite?
00:20:38: Ja das ist manchmal sehr grausam.
00:20:41: also da gibt es minimal Datenräume die vielleicht gerade noch für den Deal erforderlich waren und ansonsten gibt's wenig schon gar nicht digitales was man nutzen kann um sich so zu sagen einen ersten schnellen Onboarding Überblick über die Immobilie zu verschaffen.
00:21:00: In unserem Onboarding-Prozess in der Regel die Erstaufräume und erst Digitalisierer aller Daten, die man eigentlich braucht um eine Immobilie vernünftig zu managen.
00:21:09: Und danach... Also ich habe es noch nicht erlebt dass wir Mandate im großen Stil verloren haben aber natürlich haben auch das ein oder andere Offboarding gehabt.
00:21:19: Wir übergeben einen digital kompletten Datenraum auf dem wir ja zwei bis drei Jahre bewiesen haben, dass wir eine Immobilie rundum gemanagt haben und die Daten gehören dem Eigentümer.
00:21:32: Alles klar!
00:21:33: Das ist ne klare Aussage.
00:21:36: Sag nochmal, Daten... ich meine da kommst du ja her?
00:21:40: Die digitale Infrastruktur, da kennste dich aus noch von deinen vorherigen Aufgaben.
00:21:47: Wie weit ist eigentlich die Branche jetzt wenn es darum geht Technologie oder auch KI Jetzt nicht nur als Marketing Argument, sondern wirklich als operativen Renditehebel einzusetzen.
00:21:59: Also mir steht das natürlich nicht zu, das zu beurteilen.
00:22:02: es gibt darüber Studien.
00:22:03: also ich weiß dass IWA, ich habe das gelesen regelmäßig sich mit der Immobilienbranche und dem Digitalisierungsgrad auch in anderen Branchen beschäftigt und das auch befragt.
00:22:15: was so insgesamt rauskommt aus diesen Erhebungen ist, dass die Immobiliebranche nicht ganz weit vorne ist Das vor allen Dingen das größte Defizit in diesem Data Lifecycle Management der Immobilien Daten entsteht.
00:22:34: Also, dass ist das wo nämlich die Datensammler, die wir ja eigentlich sind weil wir erstens aufräumen zweitens dann auch laufende Bewegungsdaten festhalten und auch digital nachvollziehbar machen.
00:22:52: nicht oder es bleibt in Betreiberhand, wenn das ein Pachtmodell ist.
00:22:57: Und insofern sind die Eigentümer eigentlich sehr stark daran interessiert und da haben sich auch alle in der Studie dafür stark ausgesprochen dass das der größte Bedarf ist eben zu schauen wie sozusagen diese ja Lifecycle-Daten für eine Immobilie kontinuierlich auch gehalten werden und weiterentwickelt werden.
00:23:20: Das muss vor allen Dingen beim Übergang von Immobilien, muss das ja immer wieder auch durch Beratungsunternehmen neu wieder erfasst werden und so weiter wenn nicht solche Digitalkonzepte wie wir vorher im Einsatz waren.
00:23:33: Das ist schon mal gut zu hören dass da die Daten kompakt mit übergeben entlassen sind.
00:23:40: nochmal zum Thema Vergütungsmodelle kommen also Traditionelle Vergütungsmodelle.
00:23:47: belohne den Aufwand nicht das Ergebnis.
00:23:49: Seid ihr bei REOS wirklich bereit, euren Erfolg am NOI des Eigentümer zu messen?
00:23:56: Ja ausdrücklich also wir haben eine Erfolgskomponente in unserem Honorar und die richtet sich tatsächlich in einem Prozentsatz am Ergebnis der Immobilie, also im NOI.
00:24:09: Das führt dazu dass wir natürlich schon vor Auftragsvergabe oder Annahme In dem Fall uns gemeinsam mit unserem Mandantengedanken darüber machen, was soll mit der Immobilie erreicht werden.
00:24:21: Also wir brauchen ein gemeinsames Zielbild damit wir eben genau mit unseren Findings und unseren Maßnahmen die wir vorhalten und auch vorschlagen wollen dann in dieselbe Zielrichtung das Asset Management unterstützen.
00:24:38: Das heißt hier arbeitet Property Management und Asset management ganz eng zusammen entlang tatsächlich einer vorher festgelegten NOI-Planung, die wir uns auch gegenseitig offenlegen und wo wir auch Hinweise geben.
00:24:51: Wo wir glauben dass das in der Zeitabfolge oder auch von der Gesamtstruktur nach unserer Erfahrung und auch durch unser Benchmark neutralisiertes Benchmarkt was wir über unsere Objekte haben hinkommen kann sollten wir das nicht sehen tun wir uns ganz schwer.
00:25:11: Ja, also dann sprechen wir das auch offen an und das ist ja auch eine gegenseitig faire Information.
00:25:18: Ich meine es ist sozusagen eine Open Book-Policy die ihr da macht.
00:25:24: wie offen seid ihr denn?
00:25:25: Also nehmen wir mal an, es gibt mal schlechte Performance auch wenn ihr euch das vorher noch so gut miteinander überlegt habt.
00:25:31: geht ihr dann auch runter mit eurer Erfolgskomponente.
00:25:34: Ja, wir haben mitgefangen.
00:25:37: Deswegen heißt es ja Vollskomponente.
00:25:39: also wenn wir unsere Vermietungsquoten nicht erreichen dann spüren wir das im Ergebnis der Immobilie und dann ist das was wir erhalten deutlich weniger.
00:25:50: Okay, lasst uns nochmal jetzt hier langsam schon zum Schluss kommen.
00:25:54: Ich hätte noch eine Frage ESG betreffend.
00:25:58: ja das ist ja regulatorische Realität.
00:26:01: also es gibt Taxonomie CSAD EU Gebäude Richtlinien und so weiter.
00:26:06: Es gibt aber auch solche Sachen wie Omnibus die das ganze jetzt wieder aufs lang auf die lange Bank geschoben haben.
00:26:13: Ist ESG Compliance noch ein echtes Investment Argument gegenüber Kapital geben?
00:26:20: Am Ende des Tages kommt heute kein Assetmanager und kein Investmentmanager durch sein Committee ohne nachzuweisen, dass er ESG-konform das Immobilienportfolio betreibt.
00:26:32: Also da gibt es ganz harte Spielregeln.
00:26:35: Das kommt natürlich aus den Regularien des Finanzmarktes Und von daher muss das geliefert werden und das ist auch eine Sache die uns immer ins Gespräch bringt, weil unsere Ansätze hier ESG-Daten zu liefern eine deutliche Arbeitserleichterung sind und wir damit klar dieses Pflichtprogramm erfüllen können.
00:27:00: Also das nicht wegzudenken.
00:27:02: Okay.
00:27:03: Sag mir noch ich hatte gedacht oder hatte dich auch schon mal gefragt ob eventuell auch Eigentümergemeinschaften eure Kunden werden?
00:27:12: Und hast du gesagt ne, nee eher nicht.
00:27:14: Sagen wir ab welcher Portfolio Größe kann man mit euch arbeiten?
00:27:18: Also wir beschäftigen uns zielführend immer mit Objekten, mit ungefähr hundert Einheiten beginnend und wir versuchen zunächst Eigentümer zu adressieren die auch mehr als ein Objekt ütrieben haben wollen oder wo wir zumindest eine Chance haben in das Management eines Portfolios zu kommen.
00:27:38: Gut dass es nicht immer gegeben aber wir leben von der Skalierung und wir haben den größten Hebel für den Eigentüm auf große Zusammenhänge.
00:27:50: Wir sind ein Scale-Up, also wir sind eine Firma die versucht größer zu werden.
00:27:55: Wir fangen erst mal typischerweise dort ab an wo im Grunde genommen unser bestes Zielgebiet
00:28:01: ist.".
00:28:02: Und ihr würdet mit hochskalieren?
00:28:04: Mit den Auftraggebern?
00:28:07: Jan halbe Stunde schon gleich rum!
00:28:10: Eine Abschlussfrage unter die kommt keiner hier raus.
00:28:12: wenn wir dir einen Limo ausgeben mit wem würdest du dich gerne trinken Und warum?
00:28:18: Das ist ein gutes Angebot.
00:28:22: Ich würde die Limo wahrscheinlich gerne mit Lukamucic trinken, dem neuen CEO von Vonovia.
00:28:29: Warum?
00:28:30: Weil ich habe großen Respekt für die Dimension und die Vonovia mit mehr als fünfhunderttausend Wohnungen hat denke Ähnlich gute Herausforderungen, wie wir sie auch sehen und wie wir Sie eben beispielsweise durch Software lösen.
00:28:47: Also ich kann mir vorstellen, dass unsere Software- und Plattformlogik on top auf bestehende ERP-Systeme von SAP
00:28:53: usw.,
00:28:55: hoffe nicht zu vergessen, ja durchaus nutzendstiftend wäre und das Gespräch wäre glaube ich super spannend.
00:29:03: da würde ich wahrscheinlich wahnsinnig viel lernen Und ich weiß gar nicht, ob die Limo dann so wichtig wäre.
00:29:09: Ich glaube es ist ein verspannendes Gespräch.
00:29:11: Ob Limo oder Kaffee?
00:29:12: Oder vielleicht Blatzwein oder was auch immer... Ja!
00:29:18: Wir sind ein BtoB-Podcast und der wird gehört in einer Branche.
00:29:21: Das kann ja schon sein dass das dem Luca Mojic zu Ohren kommt.
00:29:26: Vielen Dank Jan für deine Offenheit, für deine Klarheit und auch dafür, dass du unbequemen Fragen nicht ausgewichen bist.
00:29:33: Auf Wiederhören Jan.
00:29:35: Ja, wiederhören.
00:29:35: Vielen Dank Jörg!
00:29:36: Das war sehr sympathisch das hat mir Spaß gemacht.
00:30:07: zum Teil mit strukturellen Widersprüchen.
00:30:11: Besonders erhellend fand ich persönlich, dass sich jemand nochmal – auch wenn das schon länger im Geschäft ist – nochmal der Chance öffnet wirklich neu zu denken, dass man einfach richtig noch mal in Nutzer orientierte Betriebsmodelle die jetzt ja auch in Alamone sind da eindeckt.
00:30:34: Man merkt da, die Investment-Logik hat sich geändert.
00:30:39: Auch die Kundenseite fragt nach Betrieb und Preissteigerungen sind jetzt nicht mehr so automatisch dass sie für die Rendite maßgeblich sind.
00:30:54: Und ich finde auch aller Ehren wert das hier zweihundert Euro pro Bett und Monat dass damit Betriebskosten für zum Beispiel Studentenwohnheime genannt wurden.
00:31:06: Und finde auch noch mal ganz klar und schön definiert die Rollenabgrenzung zwischen Assetmanagement und Property-Management, das find ich alles ziemlich nutzwertig und eingängig.
00:31:23: Limo gibt es auf allen gängigen Podcast Kanälen!
00:31:27: Wir hören uns wieder am nächsten Montag oder ... Besondere auch an einem Podcast, wann immer Sie uns hören wollen.
00:31:35: Mit großem Dank auch an das gesamte Team.
00:31:37: von Marketing bis zur Regie und Technik wünsche ich Ihnen liebe Zuhörerinnen und Zuhöre auch den besonderen Blick für Ihre nächsten beruflichen Aufgaben natürlich auch mit Fokus auf innovative Wohnkonzepte und die Plattformen, die sie tragen.
00:31:55: Machen sich's gut!
00:31:56: Und bis zum nächsten Mal.
00:31:58: Ihr Jörg Seifert.
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